Herzlich Willkommen in der Region Wetterau

Als Teil der dynamischen Metropolregion FrankfurtRheinMain verfügt die Wetterau über attraktive Standortfaktoren mit besonderen Zukunftsperspektiven. Die zentrale Lage, die guten infrastrukturellen Anbindungen und die vorhandenen Entwicklungspotenziale sind für viele ansässige und ansiedlungsinteressierte Unternehmen entscheidend.

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Ihre

Wirtschaftsförderung Wetterau

 

                   Potenziale entwickeln, um die Region sichtbarer zu machen

Ein Interview der Journalistin Corinna Willführ mit den Geschäftsführern der Wirtschaftsförderung Wetterau GmbH, in dem sie ihre aktuelle Arbeit und ihre wichtigen zukünftigen Aufgaben zur Entwicklung des Landkreises darstellen!

Herr Domes, Herr Karger, Sie sind nun seit zwei Jahren Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Wetterau. Ein Blick auf die Internetseite der wfg gibt einen Eindruck von dem Portfolio Ihrer Aufgaben. Welche Schwerpunkte haben sich für Sie in den vergangenen beiden Jahren herauskristallisiert?

KLAUS KARGER: Zu Beginn war es uns wichtig, dass wir die Wirtschaftsförderung neu aufgestellt und ausgerichtet haben. Dabei haben wir vorhandene strukturfördernde Bausteine, die unter der Aufgabenstellung der Wirtschaftsförderung zueinander passen, zusammengeführt. Dazu gehören die klassische Wirtschaftsförderung, die LEADER-Regionalentwicklung, die Weiterbildungsberatung und auch der Bereich Tourismus. Es galt zudem, sich erfolgreich für die nächsten Förderperioden wir z. B. LEADER 2015-2020 zu bewerben.

Können Sie kurz erläutern, welche Elemente die klassische Wirtschaftsförderung ausmachen?

BERND-UWE DOMES: Das eine ist die Bestandspflege, das heißt, dass wir ein zentraler Ansprechpartner für Betriebe in unternehmerischen Fragestellungen sind. Da haben wir eine Lotsenfunktion. Wir stellen den Beratungsbedarf fest und vermitteln Kontakte zu kompetenten Partnern, mit denen wir die Betriebe in ihren Anliegen optimal unterstützen können. Das können regionale Partner sein, aber auch überregionale Einrichtungen wie z. B. die Hessen Trade & Invest oder die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen.

Ein Bereich, in dem wir intensiv mit den Betrieben zusammenarbeiten, ist die Fördermittelberatung, gerade wenn es um die Innovations- und Wachstumsförderung geht. Zudem haben wir festgestellt, dass es für unsere Region von großer Bedeutung ist, diese in der Metropolregion Frankfurt als Wirtschafts- und Lebensraum mit einem eigenen Fingerabdruck noch stärker zu positionieren.

Welche Bedeutung kommt dabei der Kooperation mit der Technischen Hochschule Mittelhessen mit ihren Standorten in Friedberg und Bad Vilbel zu?

KARGER: Die Themen Existenzgründung und Startup sind natürlich auch Gegenstand unserer Arbeit. Es ist wichtig, dass wir am Wirtschaftsstandort Wetterau auch Beratungsangebote offerieren. Wir bieten Erstberatungen an und leiten bei weiterführendem Gesprächsbedarf an entsprechende Einrichtungen weiter, wie z. B. die Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer. Es ist klar, dass die Technische Hochschule Mittelhessen mit ihren beiden Wetterauer Standorten in Friedberg und Bad Vilbel eine besondere Bedeutung für die Wetterau haben. Die Hochschulen insgesamt in Gießen und Frankfurt sind für uns zunehmend wichtige Technologie-Treiber und bilden hochqualifizierte junge Menschen aus.

DOMES: Allerdings gilt es den Austausch von Forschung und Lehre mit der Entwicklung in den hiesigen Betrieben noch enger und strukturell zu verknüpfen. Durch Gespräche mit den Hochschulleitungen möchten wir diesen Fundus gerne gezielt ausbauen und institutionalisieren. Etwa durch eine Smart factory als Technologie-Plattform, die eine Brücke zwischen akademischer Forschung und wirtschaftlicher Anwendung herstellt. Ein Technologie-Campus, der Forschung, Lehre und Wirtschaft verknüpft, könnte aus unserer Sicht ein bedeutender Entwicklungsschritt zur Innovationsförderung in mittelständischen Betrieben sein. Beispielsweise in den Schwerpunkt-Studiengängen Elektrotechnik und Maschinenbau.

KARGER: Denn in diesen Bereichen gibt es bereits vorhandene Unternehmen mit international erfahrenen und erfolgreichen Leistungsträgern. Wir sehen darin eine

Chance und auch eine Verantwortung, dieses Wachstumspotential verantwortungsvoll und nachhaltig zu fördern und umzusetzen.

Eine nachhaltige Strukturverbesserung im ländlichen Raum ist Ziel des europäischen LEADER-Programms, das bis 2020 für Projekte in der Wetterau Fördermittel zur Verfügung stellt. Sie beide haben bereits die erste Förderperiode bis 2013 begleitet.

KARGER: Der Zuwachs um sechs Kommunen auf nunmehr 17 der insgesamt 25 Wetterauer Städte und Gemeinden bedeutet für alle Prozessbeteiligte und Mitwirkende, neue Chancen zu erkennen und neue Aufgaben zu bewältigen. Wir stellen fest, dass in den Kommunen, die bereits in den ersten LEADER-Prozess eingebunden waren, gegenüber den sechs neuen Kommunen vor allem ein Erfahrungsvorsprung in der LEADER-Methodik besteht. Bei den „Neuen“ gibt es entsprechend einen größeren Informationsbedarf. Ziel für alle ist und bleibt, die regionale Identität und die interkommunale Kooperationsfähigkeit zu fördern.

DOMES: Auch in der neuen LEADER-Phase ist es eine wichtige Aufgabe, sich des kulturellen wie des Naturerbes der Region bewusst zu werden. Das kulturelle Erbe der Region sorgsam zu entwickeln und erlebbar zu machen, ist bedeutend für unsere Identität und die Attraktivität als Wohn-, Lebens und Naherholungsraum. Strukturen zu schaffen, um die Bindung junger Menschen und den Zuzug von Familien zu fördern, ist unser Anliegen und Leitgedanke der LEADER-Konzeption „Zukunft Heimat“.

Stellen Sie denn Veränderungen bei den Themen fest?

DOMES: Wir beobachten, dass das Interesse rund um das Thema Direktvermarktung zugenommen hat. Wir erhalten vermehrt Anfragen von Vereinen, Privatpersonen oder landwirtschaftlichen Betrieben, die über einen Hofladen, eine Straußenwirtschaft oder ähnliches nachdenken. Dahinter stehen Menschen, die den Begriff der Wetterau als „Kornkammer Hessens“, mit ihrer ausgezeichneten Bodenqualität, mit Produkten, die ebenfalls für Qualität stehen, wieder mehr oder neu beleben wollen.

Darüber hinaus gibt es weitere bemerkenswerte Initiativen. Nur ein Beispiel: In Dauernheim wird gerade von einer jungen Familie eine ehemals leerstehende Hofreite mit Gewölbekeller vorbildlich saniert. Kombinierte Wohn- und Arbeitsräume sind dort bereits entstanden, eine Straußenwirtschaft direkt am Niddaradweg/Radweg R4 ist in Planung. Solche Initiativen sind besonders wertvoll und es gilt, diese zu unterstützen.

KARGER: Auf verstärktes Interesse stoßen auch die Themen Energie und Mobilität. So ist ein gleichnamiger Arbeitskreis auf Wunsch des LEADER-Beirates entstanden. Hier gibt es einige Ideen, die bereits im Projektstatus sind. Beispielsweise der Vorschlag des Vereins Oberhessen, in allen LEADER-Kommunen Stationen für E-Bikes einzurichten. Zudem auch eine Machbarkeitsstudie der Mittelhessischen Energiegenossenschaft (MIEG). Da geht es um die Gewinnung regenerativer Energie aus Solar- und Windkraftanlagen, die als Antriebsenergie für Fahrzeuge eingesetzt werden soll.

Von den neuen Technologien zum traditionellen Handwerk. Beim ersten Wirtschaftsforum der wfg im neuen Jahr, am 21. April 2016, stellen Sie das „Handwerk in der Wetterau - Innovation und Tradition“ in den Fokus.

KARGER: Wir möchten mit der Veranstaltung, zu der vor allem Handwerksbetriebe, aber auch weitere Wirtschaftsakteure eingeladen sind, aufzeigen, welchen Wert es für eine Region hat, dass in dieser vor Ort auf Erfahrungen und Entwicklungen aus oft jahrzehntelanger Tradition zurückgegriffen werden kann. Wir wollen mit dem Forum auch aufzeigen, welche Wertigkeit das Handwerk hat. Welche Bedeutung für die Städte und Dörfer, wenn es vor Ort attraktive Arbeitsplätze gibt. Dabei ist klar, dass sich auch das Handwerk einem permanenten Wechsel unterziehen muss. Dass es Innovationsfähigkeit und -kompetenz bracht, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben zu können.

Zwischen Tradition und Innovation: Wie soll das Gesicht der Region zukünftig aussehen?

DOMES: Wir wollen Überschwappeffekte aus Frankfurt in die Region lenken. Aber nicht beliebig, sondern unter Berücksichtigung der Unterschiede zwischen Stadt und Land ein nachhaltiges und qualitatives Wachstum realisieren. Dabei sind die sozialen, ökologischen und ökonomischen Interessen zu verbinden.

Jede Kommune hat unterschiedliche Standortqualitäten und Potentiale vorzuweisen, die es stetig und in Millimeterarbeit zu entwickeln gilt. Wir wollen vitale Städte und Dörfer mit Charakter und Atmosphäre. Die Autobahnen A5 und A45 sind bedeutende Entwicklungsachsen für Gewerbeansiedlung, die Schienenstrecken für wohnbauliche Entwicklung. Wir setzen dabei stringent auf interkommunale Zusammenarbeit, sparsamen Flächenverbrauch, Innen- vor Außenentwicklung und neue Mobilitätskonzepte. Denn wir wissen: Der Boden der Wetterau ist ein hohes Gut. Die Landwirtschaft hat eine große Bedeutung in der Wertschöpfung und der Wahrnehmung der Region. Da gilt es die Balance zu finden zwischen der wohnlichen, der landwirtschaftlichen, der gewerblichen Nutzung und dem Naturschutz. Dazu braucht es eine langfristige, die kommunalen Grenzen übergreifende Strategie.

Sicherlich auch (weitere) Partner, die die Ziele der wfg unterstützen?

DOMES/KARGER: Die Partner, die unsere Arbeit von Anfang an verfolgen und von denen wir stets Rückmeldungen bekommen, sind insbesondere unsere Gesellschafter. Insbesondere mit dem Wetterauer Landrat Joachim Arnold sind wir im steten fachlichen und informellen Austausch. Mit Dr. Matthias Leder, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Gießen-Friedberg und ehrenamtlicher Geschäftsführer der wfg, haben wir eine direkte Verbindung für unser Anliegen zur IHK.

Unsere weiteren Hauptgesellschafter die OVAG, die Sparkasse Oberhessen und die Volksbankengruppe sind eng mit den Themen Wirtschaft und Strukturentwicklung verbunden und an einer nachhaltigen Förderung der Region interessiert. Dabei bringen sie unterschiedliche Erfahrungen und Interessen ein, von denen wir profitieren. Umgekehrt ist es so, dass uns durch die Kontakte zu den Vorständen Türen geöffnet werden.

Auf Ihrer Agenda für 2016 steht auch die Fertigstellung einer Image-Broschüre.

KARGER: Die Image-Broschüre soll in 2016 als Kommunikations-Baustein eingesetzt werden, weil wir im Rahmen unseres Standortmarketings erkannt haben, dass wir unseren Wirtschaftsstandort als besonderen Teil der Metropolregion noch stärker profilieren müssen. Die Broschüre soll insbesondere Unternehmen und Investoren über den Wirtschaftsstandort Wetterau informieren.

DOMES: … und gemeinsam mit einer neuen Website den Fingerabdruck für die Region sowohl in einem Printmedium wie im Internet hinterlassen. Einer Region, in der man noch bodenständig und lukrativ investieren kann und die einen lebens- und liebenswerten Raum für ihre Menschen bietet.

Noch eine letzte Frage: Wie sind Ihre Erfahrungen als Doppelspitze im Wirtschaftsbereich?

KARGER/DOMES: Sicher, eine Doppelspitze ist in unserem Bereich eher ungewöhnlich. Vertrauen ist da eine wichtige Grundlage. Was wir sagen können: Die Entscheidungsqualität wird dadurch gefördert, dass wir uns direkt austauschen und reflektieren können, wie wir Herausforderungen angehen und Aufgaben gestalten. 

       

Bernd-Uwe Domes                               Klaus Karger


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Hannelore Tillmann, Inhaberin
insecoma - Institut für Sekretärinnen-Coaching & Büromanagement

"Die Wirtschaftsförderung Wetterau GmbH ist für unser Institut von Anfang an ein kompetenter Partner bei der Vermarktung unserer Coaching-Angebote gewesen. Wir möchten auch heute noch die Beratung und das Potential bei der Suche nach neuen Kundenkontakten nicht missen."

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