Innovative Dienstleister

Der Wetteraukreis ist einer der ältesten Siedlungsplätze Deutschlands. Seine zentrale Lage in Europa, fruchtbare Böden und mildes Klima sorgten seit Jahrtausenden für einen starken Zustrom von Menschen, die sich hier niederließen,  hier leben und arbeiten. Daran hat sich auch in der jüngsten Vergangenheit nichts geändert. Der Wetteraukreis konnte seit der letzten Volkszählung 1987 mit 19,2 Prozent hessenweit die höchsten Bevölkerungszunahme verzeichnen. Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung in Europa und die räumliche Nähe zu einem international bedeutenden Finanz- und Wirtschaftsraum wie dem Rhein-Main-Gebiet hat in den vergangenen Jahren auch im Wetteraukreis dazu geführt, dass der Dienstleistungssektor am stärksten zunahm. Hier entstanden im Zeitraum zwischen 2000 und 2006 1041 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von den 70 311 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiteten 49 288 oder 70,1 Prozent im Dienstleistungssektor.  In den Kommunen des Wetteraukreises hat Bad Nauheim mit 90,3 Prozent gefolgt von Büdingen (81,9 Prozent) und Bad Vilbel (80,9 Prozent) den höchsten Dienstleistungsanteil. 

Analog dieser Entwicklung hat auch der regionale Energie- und Wasserversorger Oberhessische Versorgungsbetriebe AG (Ovag) noch stärker auf den Dienstleistungsgedanken gesetzt und neue kundenfreundliche Geschäftsmodelle entwickelt. Unterteilt ist das kommunale Unternehmen, dass über den Zweckverband Oberhessische Versorgungsbetriebe (ZOV) den Landkreisen Wetterau, Vogelsberg und Gießen gehört, in die ovag Energie AG, die ovag Netz AG und die Oberhessische Versorgungsbetriebe AG (OVAG-WWS). Damit trug die Ovag den geänderten Anforderungen des Energiewirtschaftsgesetzes Rechnung, dass eine rechtliche Trennung von Stromnetz und –vertrieb vorschreibt. Geblieben sind Seriosität und Verlässlichkeit, was Strom- und Wasserkunden in den hessischen Landkreisen Wetterau, Gießen und Vogelsberg seit jeher mit „der“ Ovag verbinden.

Zunehmend an Bedeutung gewinnen seit einigen Jahren Contracting-Modelle, die Ovag Energie in den Bereichen rationelle Energieanwendung und bei der Nutzung erneuerbarer Energiequellen anbietet. Investition und Anlagenbetrieb liegen hier nicht beim Objekteigentümer, sondern werden von den Ovag-Fachleuten übernommen. Die Vorteile liegen auf beeiden Seiten: Der Kunde erhält ein komplettes Paket zur zuverlässigen Lieferung von Wärme und Strom verbunden mit einer technischen Infrastruktur auf dem neuesten technischen Stand. Die Refinanzierung erfolgt allein aus der erzielten Einsparung. Nach Tilgung der Investitionskosten verbleibt die Heizungsanlage oder das Blockheizkraftwerk im Eigentum des Objekteigentümers.  „Auf diese Weise konnten in den vergangenen Jahren mehrere Dutzend kommunale Liegenschaften wie große Verwaltungs- und Schulzentren, Dorfgemeinschaftshäuser und Turnhallen energetisch auf den neuesten Stand gebracht werden“, erläutert Thomas Eckhardt, Abteilungsleiter Stromerzeugung/Wärmedienst bei der Ovag Energie.

Der wirtschaftliche Erfolg dreier Unternehmen aus der Dienstleistungsbranche stehen stellvertretend für hohen Stellenwert des Sektors in der Wirtschaftslandschaft des Wetteraukreises. Weiterhin von Bad Vilbel aus agiert die ehemalige GZS Gesellschaft für Zahlungssysteme mbH, die nach ihrer Übernahme durch First Data im Juni 2006 zum Konzern des führenden Dienstleisters für bargeldlosen und kartengestützten Zahlungsverkehr in Deutschland und der Schweiz gehört. Über 1.200 Kreditinstitute, zahlreiche Acquirer sowie Unternehmen aus Handel und Industrie vertrauen auf deren langjährige Erfahrung und umfassendes Know-how in der Kreditkartenverarbeitung. Erst jüngst konnte First Data die Zusammenarbeit im Acquiring-Geschäft mit einem weiteren Großkunden, der WestLB,  bekannt geben. Ein zwischen den Parteien kürzlich abgeschlossener Kooperations-Vertrag bildet die Grundlage für die neue Geschäftseinheit von First Data, die unter der Marke „First Merchant Solutions“ im Markt auftritt. Diese Gesellschaft vermarktet nationale sowie europäische Kartenakzeptanz-Dienstleistungen von First Data. Während die WestLB – als die Landesbank mit der stärksten Auslandspräsenz – die nötigen Lizenzen und die Zahlungsverkehrs-Infrastruktur zur Verfügung stellt, übernimmt First Data den Vertrieb und die Erbringung der gesamten Acquiring-Services.

Im gleichen Marktsegment und ebenfalls von Bad Vilbel aus agiert die montrada GmbH. Spezialisiert  ist das Unternehmen auf Autorisierungs- und Abrechnungsleistungen für Kredit, Debit- und Kundenkarten. Sie stellt ihren Kunden Terminals und Kassenlösungen zur Verfügung, um Karten als Zahlungsmittel akzeptieren zu können. Sie wurde 2002 als Joint-Venture von Commerzbank und Dresdner Bank gegründet. Heute arbeitet sie bankenunabhängig und agiert eigenständig am Markt.   montrada sorgt mit über 80.000 Terminals und Services für rund 75.000 Kunden für sichere und schnelle Abwicklungen an Kundenterminals vor Ort und im Internet. Der Betrieb eines eigenen Call-Centers innerhalb des Unternehmens sorgt für kurze Wege und rasche Lösungen in der Kundenbetreuung.  

„Wir haben unsere Position in Deutschland mit einem kompletten Leistungsspektrum gefestigt. Im nächsten Schritt prüfen wir eine Expansion Richtung europäisches Ausland, wahrscheinlich nach Osteuropa“, sagt Kay-Hendrik Eichler, Geschäftsführer der montrada GmbH. Schwerpunkte seien zunehmend individuelle Lösungen für Großkunden. „Auf die Nullfehlerquote unserer Rechenzentren sind wir ebenso stolz wie auf unsere Flexibilität“, so Harald Maurer, Geschäftsführer der montrada GmbH. Das Unternehmen ist für eine Steigerung bei Transaktionen und Acquiring gerüstet.“

In Deutschland gegründet, ist Lahmayer International aber seit langem auf allen Kontinenten präsent. Das Bad Vilbeler Unternehmen ist eine der weltweit führenden Ingenieurgesellschaften für multidisziplinäre Aufgabenstellungen. Regierungen, Behörden, Energieversorger, Industrieunternehmen, Investoren und internationale Finanzierungsinstitute schätzen Lahmayer als zuverlässigen Partner für ihre Projekte. 1890 gründete Wilhelm Lahmeyer in Frankfurt am Main das Unternehmen W. Lahmeyer & Co. Er gehörte zu jenen mutigen Visionären, die der geradenutzbar gemachten Elektrizität mit praxisgerechten Erfindungen den industriellen Siegeszug ermöglichten. Den Lahmeyer- Ingenieuren gelangen bahnbrechende Innovationen, insbesondere im Kraftwerksbau, bei der Fernübertragung und der Stromverteilung. Lahmeyer International wurde 1966 aus der Ingenieurabteilung der ehemaligen Lahmeyer AG gegründet. Im Laufe der Jahrzehnte wuchs das Unternehmen. Heute arbeiten in der Tradition der Pioniere und unter Nutzung der neuesten Technologien Ingenieure, Naturwissenschaftler und Wirtschaftsexperten aus mehr als 30 Disziplinen fachübergreifend zusammen. Auftraggeber in aller Welt schätzen ihr zukunftsorientiertes Know-how und die umfassende Projekterfahrung, insbesondere bei Aufgabenstellungen mit komplexen Anforderungsprofilen.

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